Hilfe & FAQ — clar·log
clar·log verständlich erklärt
Was ist clar·log?
clar·log ist ein digitales Tagebuch für Familien, die eine ärztlich begleitete Medikamenteneinstellung bei ADHS durchlaufen. Statt Zettelwirtschaft und Bauchgefühl dokumentierst du täglich in wenigen Minuten, wie es läuft — und bringst zum nächsten Arzttermin einen übersichtlichen Verlauf mit.
Wichtig: clar·log ist kein Medizinprodukt. Die App stellt keine Diagnosen, gibt keine Therapieempfehlungen und ersetzt kein Arztgespräch. Alle Entscheidungen zur Medikation trifft die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt.
So funktioniert clar·log
1. Beobachtungsperiode anlegen — Du startest eine Periode mit Medikament und Dosierung (z. B. «Concerta 36 mg ab 1. August»). Ändert sich die Dosis, beginnt eine neue Periode. So bleibt vergleichbar, was unter welcher Einstellung passiert ist.
2. Täglich kurz erfassen — Dreimal täglich (Morgen, Mittag, Abend) beantwortest du einen kurzen Fragebogen: Medikament eingenommen? Energie, Stimmung, Fokus, Ablenkbarkeit, Impulsivität — dazu morgens der Schlaf (Dauer, Einschlafzeit, Erholung) und abends Appetit, Rebound und Notizen. Die Fragen sind altersgerecht formuliert; für Kinder und Jugendliche gibt es angepasste Versionen mit einfacher Sprache und Emoji-Skalen.
3. Verlauf ansehen — Die Wochenansicht zeigt Durchschnitte (Fokus, Stimmung, Schlaf, Rebound) und einen Tagesverlauf über alle erfassten Werte. So erkennt ihr Muster: Wirkt das Medikament nachmittags noch? Leidet der Schlaf? Gibt es einen Rebound am Abend?
4. Mit dem Arzt teilen — Vor dem Termin erstellst du ein Arzt-Dossier: einen Link, der 90 Tage gültig ist und dem Behandlungsteam eine navigierbare Verlaufsansicht zeigt. Kein Konto nötig, kein Ausdruck — nur der Link.
Häufige Fragen
Für wen ist clar·log gedacht?
Für Erwachsene in der eigenen Einstellungsphase und für Familien, deren Kind oder Jugendliche/r neu eingestellt wird. Die Erfassung passt sich an: Erwachsene füllen selbst aus, bei Kindern erfassen die Eltern, Jugendliche ab 12 können ein eigenes Tagebuch führen.
Wie erfasse ich für mein Kind?
Beim Anlegen der Periode wählst du «Eltern erfassen für Kind». Du beantwortest die Fragen dann aus deiner Beobachtung — die Formulierungen sind entsprechend angepasst.
Mein Teenager will selbst ausfüllen — geht das?
Ja. Für Jugendliche (ab 12, mit deiner Zustimmung als erziehungsberechtigte Person) erstellst du im Konto-Tab eine Einladung. Dein Kind erhält einen persönlichen Link und füllt die komplette Tagesabfrage selbst aus — ohne eigenes Konto und ohne Zugriff auf deine anderen Daten. Der Link bleibt für die gesamte Beobachtungsperiode gültig: täglich einfach denselben Link öffnen. Die Einträge fliessen in denselben Verlauf und in die Arzt-Auswertung.
Was sehen eingeladene Beobachter, z. B. die Lehrperson?
Beobachter erhalten einen persönlichen Link ohne eigenes Konto — für die tägliche Rückmeldung wird immer derselbe Link verwendet. Aus Sicherheitsgründen ist er jeweils 7 Tage gültig; danach verlängerst du ihn in der App und teilst ihn erneut. Sie sehen nur, was du explizit freigibst, und können strukturierte Rückmeldungen geben (z. B. zum Verhalten in der Schule). Diese Rückmeldungen erscheinen im Verlauf und ergänzen das Bild für den Arzttermin. Du kannst jeden Link jederzeit widerrufen.
Was sieht die Ärztin / der Arzt genau?
Die Dossier-Ansicht mit Wochendurchschnitten, Tagesverlauf (Heatmap), Schlafbalken und Medikamenten-Einnahme über den gewählten Zeitraum — zusammengeführt aus allen Quellen: deine Einträge, die deines Kindes und die Rückmeldungen von Beobachtern. Der Link ist 90 Tage gültig und jederzeit widerrufbar.
Muss ich wirklich dreimal täglich erfassen?
Nein. Jeder Eintrag hilft, aber auch lückenhafte Daten zeigen Muster. Erfasse, was realistisch ist — lieber regelmässig kurz als selten perfekt.
Sind die Gesundheitsdaten meiner Familie sicher?
Ja, das nehmen wir ernst: Die Daten liegen verschlüsselt in einem EU-Rechenzentrum (Frankfurt), jede Nutzerin sieht nur die eigenen Daten (Row-Level Security), alle Verbindungen sind TLS-verschlüsselt. clar·log verwendet keine Tracking-Cookies, kein Analytics und keine Werbung, und deine Daten werden weder verkauft noch für KI-Training verwendet. Details in der Datenschutzerklärung.
Warum fragt die App nach einer Einwilligung?
Die Einträge sind gesundheitsbezogene Daten und damit besonders geschützt (DSG/DSGVO). Deshalb holen wir vor der ersten Nutzung deine ausdrückliche Einwilligung ein. Du kannst sie jederzeit widerrufen — per E-Mail oder indem du deine Daten löschst.
Wie lösche ich meine Daten?
In den Einstellungen unter «Gefahrenzone» → «Alle meine Daten löschen». Die Löschung ist unwiderruflich und betrifft alle clar·log-Daten deines Kontos. Nach einer Kontolöschung sind sämtliche personenbezogenen Daten innerhalb von 30 Tagen entfernt.
Was kostet clar·log?
clar·log ist Teil des clar-Abos (einzeln oder im Bundle mit clar·markt, clar·heim und clar·tag, jeweils mit Familien-Sharing für bis zu 5 Personen). Aktuelle Preise und Abo-Verwaltung findest du auf home.lautini.ch. Während der Beta-Phase ist der Zugang auf eingeladene Familien beschränkt.
Die App ersetzt also den Arzt nicht?
Nein, bewusst nicht. clar·log macht eure Beobachtungen sichtbar und Arztgespräche fundierter — nicht mehr und nicht weniger. Bei Fragen zur Medikation, bei belastenden Nebenwirkungen oder in Krisensituationen wende dich immer direkt an das Behandlungsteam.
Kontakt
Fragen, Feedback, Problem in der App? E-Mail: hallo@lautini.ch
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