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Gesundheitsdaten von Kindern teilen: Worauf ihr beim Arztgespräch achten solltet

Beobachtungen aus dem Alltag machen ein Arztgespräch fundierter. Gleichzeitig gehören sie zu den heikelsten Daten, die eine Familie hat. Welche Wege es gibt, sie zu teilen, wo die Daten dabei landen, und fünf Fragen, mit denen ihr jedes Werkzeug prüfen könnt.

30. September 2026 7 Min

Warum Gesundheitsdaten besonders geschützt sind

Das Schweizer Datenschutzgesetz zählt Daten über die Gesundheit zu den besonders schützenswerten Personendaten (Art. 5 lit. c DSG). Für sie gelten strengere Regeln, zum Beispiel braucht es für ihre Bearbeitung oft eine ausdrückliche Einwilligung.

Bei Kindern kommt etwas dazu: Sie entscheiden nicht selbst, was über sie aufgeschrieben und weitergegeben wird. Ein Tagebuch aus der Primarschulzeit kann noch existieren, wenn das Kind längst erwachsen ist. Wer die Daten führt, trägt dafür Verantwortung – auch dafür, wo sie landen.

Die üblichen Wege und wo die Daten landen

WegWo die Daten landenZurücknehmen?
Foto vom Notizheft per MessengerAuf dem eigenen Handy, dem Handy der Praxis, in deren BackupsNein
PDF per E-MailIn beiden Postfächern, oft unverschlüsselt, dauerhaftNein
Ausdruck zum TerminIn der Patientenakte, auf PapierNein, aber er bleibt in der Praxis
Zeitlich begrenzter LinkBeim Anbieter; die Praxis sieht die Daten, solange der Link giltJa, wenn der Link widerrufbar ist

Keiner dieser Wege ist verboten. Aber sie unterscheiden sich darin, wie viele Kopien entstehen und ob ihr später noch etwas zurücknehmen könnt. Der Ausdruck ist dabei nicht der schlechteste Weg: Er landet dort, wo er hingehört, in der Akte der Praxis.

Fünf Fragen an jedes Werkzeug

Ob Tagebuch-App, Online-Formular oder Cloud-Ordner – diese fünf Fragen sollte jeder Anbieter klar beantworten, bevor ihr Gesundheitsdaten eures Kindes eintragt:

  1. Wo liegen die Daten? In welchem Land, bei welchem Anbieter, verschlüsselt oder nicht?
  2. Wer kann sie sehen? Nur ihr? Mitarbeitende des Anbieters? Die Person, mit der ihr teilt – und wie lange?
  3. Werden sie ausgewertet? Für Werbung, zum Verkauf, für das Training von KI-Modellen?
  4. Kann ich Zugänge widerrufen? Läuft ein geteilter Zugang von selbst ab?
  5. Kann ich alles löschen? Wirklich alles, und innert welcher Frist?

Die Antworten stehen in der Datenschutzerklärung. Steht dort nichts Klares, ist das auch eine Antwort.

Nur so viel teilen wie nötig

Fragt die Praxis

Viele Praxen haben eigene Wege für Unterlagen von Patientinnen, etwa ein Upload-Portal oder eine verschlüsselte Mailadresse. Fragt beim Vereinbaren des Termins nach, wie sie Unterlagen am liebsten erhalten.

Wie clar·log das Arzt-Dossier teilt

clar·log erstellt vor dem Termin ein Arzt-Dossier als Link. Die Praxis braucht dafür kein Konto.

clar·log – ein Dossier für die Ärztin, das ihr wieder schliessen könnt

Schreibgeschützter Link, kein Name, 90 Tage gültig, jederzeit widerrufbar. Daten verschlüsselt in Frankfurt, kein Tracking.

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Häufige Fragen

Muss ich meine Daten überhaupt teilen?

Nein. Ihr könnt das Dossier auch beim Termin auf dem eigenen Handy zeigen und nichts weitergeben.

Was passiert mit dem Link nach 90 Tagen?

Er funktioniert nicht mehr. Für den nächsten Termin erstellt ihr einen neuen.

Ist clar·log ein Medizinprodukt?

Nein. clar·log ist ein Tagebuch. Die App stellt keine Diagnosen, gibt keine Empfehlungen und wertet die Einträge nicht aus.


Quellen

Dieser Artikel ersetzt keine rechtliche Beratung. Stand: September 2026.

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